Sonntag, 29. Oktober 2006

Delft


Mathias und ich haben übers Wochenende den Bernhard besucht. Der wohnt jetzt in Delft und ist dort als Postdoc tätig. Zu futtern gab's Tappas, zu sehen viel Meer und tolle Landschaften und zu trinken leider zu viel Alkohol. Einen Tag vorher hatte ich mir neue Schuhe gekauft. Die sind natürlich direkt nass geworden - sind jetzt aber viel weicher als vorher.

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Nachtwanderung in der Zitadelle

Heute Abend fand in der Zitadelle in Jülich eine Nachtwanderung statt. Ca. 20 Studenten der FH waren dabei. Ich habe mich quasi in der Studentengruppe versteckt, um günstiger rein zu kommen. Was tut man nicht alles ;o) Dachte ich zumindest, dabei war der Preis von 2€ pro Person ein Festpreis. Na ja, auch egal. Unser „Guide“ war ein älterer Herr aus Aachen, der mit vielen Geschichten und Hinweisen den Ausflug abgerundet hat.
Los ging es mit einem geschichtlichen Überblick über Jülich und die Zitadelle. Dann haben wir uns mit Taschenlampen durch die Zitadelle geschlichen. Die alten Gewölbe in den breiten Festungsmauern wirkten in dem Licht der Öl- und Taschenlampen richtig abenteuerlich. Später sind wir in das Schloss im Inneren der Zitadelle gegangen, das heute zum größten Teil eine Schule ist. Da der Braunkohleabbau Verwerfungen im Boden verursacht, ist eine Hälfte der Schulgebäude hydraulisch flexibel gelagert, um bei bedarf die Höhe anpassen zu können. Die alten Kellergewölbe sind heute mit lauter Ausstellungsstücken ausgestattet, aber wenn man nur die Wände, Decken und Böden betrachtet, bekommt man einen Eindruck davon, wie es früher mal gewesen ist. Ein Flügel des quadratischen Gebäudes ist noch erhalten geblieben und ist von Innen und Außen im alten Stiel restauriert. Insgesamt war die Tour sehr eindrucksvoll und abenteuerlich.

Mehr Infos gibt's bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Zitadelle_J%C3%BClich

Dienstag, 26. September 2006

Und tschüß...

Heute hat sich der Herr Treusch verabschiedet. Nach 19 Jahren im Forschungszentrum geht er jetzt nach Bremen. Für Nicolai und mich Grund genug um mal eben die Hand zu schütteln und ganz nebenbei vom fetten Buffet probieren. Anschließend gab' es noch ein riesen Feuerwerk.
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Mittwoch, 30. August 2006

Straßburg und das Zoologische Museum

In den letzten Tagen habe ich meinen Cousin, den Jean, besucht. Er ist eigentlich nicht wirklich mein Cousin – im Grunde ist er der Sohn, der Tochter, der Schwester meiner Oma – aber wir nennen ihn alle Cousin. In Straßburg wohnt nicht der Jean, sondern seine Oma, also die Schwester meiner Oma. Die hatte ich schon lange nicht mehr gesehen; der Jean übrigens auch nicht. Es war also die Gelegenheit mal wieder zusammen was zu unternehmen. Der Jean ist obendrein noch mit seiner Mutter angereist, was die Sache noch etwas aufgepeppt hat. Jetzt war das schon ein kleines Familientreffen. Jedenfalls haben wir uns Straßburg und das Münster angesehen. Ich hab auch das Haus von Goethe gesehen oder eher die Fenster des kleinen Zimmers, in dem er mal gewohnt hatte.
Als weiteres Highlight haben wir das Zoologische Museum in Straßburg besucht. Das wurde von einem Sammler ausgestopfter Tiere gegründet, als er keinen Platz mehr für seine (ehemals) „privaten“ Exponate hatte. Jetzt kann jeder die vielen ausgestopften und haltbar gemachten Lebewesen aus allen Sparten betrachten. Von Seelebewesen über Insekten, Vögel, Reptilien, Amphibien bis hin zu Säugetieren ist dort alles vertreten. Sogar ne Kuh:
Irre waren auch die Riesigen Krebse und Krabben. Die Hand ist vom Jean und seine ist größer als meine! Ich hatte keine Ahnung, dass die Biester soooo riesig werden können. Ok, den kleineren hab’ ich schon mal im TV gesehen, aber dieses Monster: Wahnsinn!!
Oder diese Schildkröte: Dass das Rückrad mit dem Panzer verbunden ist, wusste ich als Biologe ja schon. Aber wenn man es live sieht, ist das doch etwas anderes. In dem Film „Ab durch die Hecke“ läuft die Schildkröte ja nackig (also ohne Panzer) durch die Gegend. Wie man hier sieht, geht das gar nicht!

Am Dienstagabend war der Spaß dann leider schon wieder vorbei und ich musste die Heimreise antreten. Zwischen Weihnachten und Neujahr hat mich der Jean (und seine Mutter auch) nach Marseilles eingeladen. Mal sehen, ob ich da Zeit habe – ich muss ja irgendwann mal an meiner Dissertation schreiben… Posted by Picasa

Donnerstag, 17. August 2006

C³-Contest

Heute war mal wieder ein Tag des großen Sports: Der Chili-Con-Carne-Contest. Diesmal war ich an der Reihe, erlesene Gäste aus meinem Institut mit den Köstlichkeiten des Chili zu verwöhnen. Unglücklicher Weise hatte ich zu wenig von dem leckeren Süppchen zubereitet - wie peinlich. Aber alle hatten - zumindest - vorgegeben statt geworden zu sein. Noch mal Glück gehabt.

Sonntag, 13. August 2006

Kölner Zoo


Der Kölner Zoo hatte viel zu bieten, von Elefanten über Skorpinoe und Krokodile bis hin zu Spinnen. Außerdem gab' es noch Wiegald Boning als Extra *hehe*

Samstag, 12. August 2006

Debugging

Das Wort "debugging" kommt ja ursprünlich von "ent-käfern". In den Ur-Computern, die ja um einiges größer waren als die modernen, haben sich von Zeit zu Zeit Käfer verirrt, die regelmäßig gesucht und entfernt werden mussten. Jetzt muss ich das wohl auch machen (lassen). Seit gestern Abend ist ein kleiner Gewitterurm hinter meinem Displayschutz. Der ist erst ganz drollig and den Kanten der Fenster von Windows entlang gekrabbelt und hat sich tierisch erschrocken, wenn ich ein Fenster um ein paar Pixel verschoben habe. Jetzt ist er wohl gestorben.
Bei dem "Gewitterwurm" handelt es sich vermutlich um die Gewitterfliege aus der Familie der Thysanoptera (Fransenflügler). Davon gibt es in Mitteleuropa ca. 300 Arten. Welche davon so dreist ist und in TFT-Displays krabbelt, kann ich aber auch nicht sagen...

Dienstag, 1. August 2006

Schneller als das Licht?!

Am späten Abend haben ein paar Arbeitskollegen und ich DIDO besichtigt. DI bedeut ja bekanntlich 2, also 2D und 1O. Das wiederum steht für 2 Deuterium und ein Sauerstoff, also Schwerwasser. DIDO war bis Mai der letzte noch aktive Forschungsreaktor im Forschungszentrum Jülich. Jetzt ist er abgeschlatet. Das ist aber auch gut so, weil man jetzt die Cherenkov-Strahlung sehen kann. Sie geht von abgebrannten Brennelementen des abgeschalteten Forschungsraktors aus. Sobald es dunkel ist, äußert sie sich durch eine intensiv blaue Lichtaura im Wasser um die Brennelemente. Diese werden zum Schutz vor der gefährlichen Strahlung am Grund eines sechs Meter tiefen Wasserbeckens gelagert. In den immer noch radioaktiven Spaltprodukten der alten Brennelemente findet ein so genannter Beta-Zerfall statt. Demzufolge rasen Elektronen mit Überlichtgeschwindigkeit durch das Wasser. Überlichtgeschwindigkeit? Natürlich kann sich nichts schneller bewegen als Licht im Vakuum, also etwa 300.000 km/s. Da Licht im Wasser aber etwa 30% langsamer ist als im Vakuum, können die beim Beta-Zerfall abgeschossenen Elektronen im Wasser schneller als das Licht sein. Dadurch entsteht eine Stoßwelle, die sich in einem blauem Leuchten äußert. Vergleichbar ist dies mit dem Knall der zu hören ist, wenn ein Flugzeug die Schallmauer durchbricht.
Zusätzlich haben wir noch die Reaktorhalle mit dem Kontrollraum gesehen und einem Vortrag zur Geschichte und zum Rückbau des Forschungsreaktors gehört. Sehr interessant - kann ich nur weiterempfehlen...

Samstag, 15. Juli 2006

Der Matthias ist zurück...

...aus Australien. Und ganz spontan hat er eine "kleine" Party veranstaltet. Neben unmengen von Alkohol - an denen ich mich nur eingeschänkt beteiligen konnte, da ich ja noch fahren musste - wurden auch viele lustige Spiele gespielt. Zum Beispiel Handschuhfußball: man bekommt einen mit Wasser gefüllten Handschuh um die Hüfte gebunden und muss diesen geschickt hin und her schwingen, um damit eine Apfelsine ins Tor zu schupsen. Das ganze noch parallel gegen einen Gegenspieler.
Als weitere Showeinlage hatten wir noch Twister - dazu muss man nicht allzuviel erklären: Ich bin der verknotete Klumpen vorne im Bild...
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Samstag, 17. Juni 2006

fiese Zecke


Bei meiner Radtour ums Forschungszentrum vor zwei Tagen habe ich mir doch tatsächlich eine Zecke eingefangen. Dieses miese Fieh ist glücklicher Weise noch nicht lange an der Stelle (siehe Foto): Der Rüssel ist noch nicht verklebt. Interessant ist die Hautrötung rund um die Einstichstelle. Was das für ein roter kleine Punkt in der Nähe des hinteren Beinchens der Zecke ist, weiß ich auch nicht - vielleicht hat sie's da auch schon versucht?!?
So, ich hab' lange genug gewartet: jetzt muss die Zecke raus aus meinem Bein!
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