Mittwoch, 3. Januar 2007

Plan d'Aups

Jeans Mutter (die Cousine meiner Mom) wohnt etwa 30 Minuten östlich von Marseille in einem kleinen Bergdorf namens Plan d'Aups (das könnte so viel wie Alpenebene bedeuten). Dort waren wir zum Mittagessen eingeladen. Man muss über eine recht schmale geschlängelte Straße hochfahren - die Aussicht ist natürlich super!

Nach dem Essen gab es noch einen speziellen Kuchen - ein französisches Neujahrsritual:
Der Kuchen wird in so viele Teile zerlegt, wie Personen da sind. Die Kinder sind unterm Tisch und rufen die Namen derer, die das nächste Stück bekommen sollen. Jean war in unserem Fall war das Kind, da er im Nebenzimmer den neuen Fernsehetisch für seine Mutter zusammengebaut hat. Im Kuchen sind zwei Dinge versteckt, eine Bohne (wer Sie in seinem Stuck hat wird König und bekommt ne Krone) und eine kleine Figur (für die Königin).
Später haben wir den Berg bestiegen - ich weiß gar nicht wie hoch der ist!? Man kommt jedenfalls recht fix darauf. Von oben kann man bis zum Meer gucken und hat eine hervorragende 360° Aussicht:
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Dienstag, 2. Januar 2007

La Ciotat

Jean und ich sind heute nach La Ciotat gefahren - im Sommer ein beliebter Badeort etwas südöstlich von Marseille. Für uns war allerdings der Weg das Ziel. Es gibt zwei Möglichkeiten: über die Autobahn oder in Serpentinen über die Berge. Zweiteres war die Strecke der Wahl und ich konnte jede Menge Fotos machen. Man hat hier wirklich eine tolle Aussicht, ganz egal ob im Landesinneren oder an der Küste.
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Filzlaus...

...nennen die Franzosen das Spiel, das bei uns als Käsekästchen oder Tic-Tac-Toe bekannt ist: "Jeu du morpion".

Montag, 1. Januar 2007

La Calanque...

...ist eine kleine steinige Bucht, die Jean und ich heute besucht haben. Bis zum Meer runter ist man etwa eine halbe Stunde lang unterwegs. Das schöne an unserem kleinen Ausflug war, dass es zu beginn noch zielmlich nebelig war. Als wir aber etwa die hälfte der Strecke hinter uns gebracht hatten, riss der Nebelvorhang fast schlagartig auf und hat und diesen herrlichen Anblick freigegeben.

Von diesen blöden Austern hab' ich übrigens Durchfall bekommen. Es könnte aber auch eine der anderen Köstlichkeiten gewesen sein, die mir in letzter Zeit auf den Teller gekommen sind?!? Na ja, vorsichtshalber habe ich Jean die restlichen Muscheln alleine essen lassen. Zu Linsen passten die eh nicht so gut. Die essen die Franzosen nämlich traditionell am 1.1. - davon wird man angeblich reich...
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Bonne Année


Wir haben es doch geschafft: alles ist aufgegessen. Zunächst einmal gab es Nudeln mit Perlhuhneinlagen (die waren noch vom Vortag übrig). Etwas später haben wir Austern geschlürft. Noch mal: die sind total ekelig aber um cool zu sein, muss man die wohl essen?!? Anschließend wurden mit Anisschnaps flammbierte Gambas serviert. Eigentlich war ich danach total satt, aber für Franzosen geht das Schlemmen jetzt erst richtig los! Ohne einordentliches Käse-Fon-du können die kein Silvester feiern und danach muss man ja schließlich auch noch Kuchen essen. Alles übrigens total lecker!
Na ja, wenn man so viel isst, ist der Abend auch schnell um und wir konnten mit Champagner anstoßen. Feuerwerken dürfen die Franzosen nicht mehr - ist jetzt wohl verboten (zu viele Unfälle meine Jean). Es gab auch kein größeres von der Stadt organisiertes Feuerwerk - einfach nix.
Wir haben dann noch ein paar Runden UNO gespielt und anschließend ein Spiel, bei dem man zwei Schweine wie Würfel benutzt. Letzteres war die ersten zwei Minuten lang ja noch sehr lustig, aber dann wurde es auch ganz schnell langweilig! Also ab ins Bett...
Frohes Neues Jahr 2007!

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Sonntag, 31. Dezember 2006

Notre Dame de la Garde

...nennen die Marseillaner eine alte Kirche oder eine Festung in Marseille. Auf dem höchsten Punkt ist eine Statue von Maria mit Jesus - und die ist riesig: der Umfang am Armgelenk beträgt etwas mehr als 1 Meter! Auch die Aussicht über die Stadt und das angrenzende Meer ist sehr eindrucksvoll. Jean und ich haben uns das alles etwas genau angesehen.



Anschließend sind wir noch einkaufen gefahren. Da heute die "normalen" Geschäfte alle geschlossen hatten, mussten wir zu einem größeren - ich sag' mal - Laden fahren. Der hatte dann aber wirklich alles zu bieten. Das tolle war, dass dort gerade eine größere Verkaufsaktion für Austern war und man gratis probieren konnte. Ein geschickter Austernknacker hat mir freundlicher Weise eine dieser ekelig aussehenden Muschelschalen gereicht und mir noch viel über ihre Herkunft und anderes erklärt. Natürlich habe ich nur die Hälfte von all dem verstanden, aber es reichte einfach nur "oui" zu sagen und er hat mir das Ding gegeben. Eigentlich schmecken die so, wie man das gewohnt ist, wenn mann beim Schwimmen im Meer versehentlich Wasser schluckt: absolut Ekelig! Aber irgendwas muss daran wohl besonders sein?!? Jean hat erst ein mal ein größeres Paket mit nach Hause genommen. Und außerdem auch noch Gambas und jede Menge anderes Zeug - angeblich für heute Nacht, aber so viel können drei Menschen gar nicht auf einmal essen...

Samstag, 30. Dezember 2006

Schokoladenschocker!!!


Es ist unglaublich. Ich habe die MUTTER des schokoladigen Geschmacks gefunden:


Truffes NOIR
[tRyf nwaR]

Freitag, 29. Dezember 2006

Darf es etwas Meer sein...


Heute war ich wirklich am Meer und natürlich konnte ich es mir auch dort nicht nehmen lassen, einen kleinen 200° Rundblick zu fotografieren. Ansonsten wurde ich mit neuen außergewöhnlichen Speisen verschohnt...
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Donnerstag, 28. Dezember 2006

Meerblick

Nicht besonders viel davon, aber immerhin. Eine kleine Ecke kann man vom Arbeitszimmer aus sehen. Genau in der Mitte des Bildes kann man ein winziges Stück vom Meer sehen. Hier das Foto:

An kulinarischen Köstlichkeiten wurde ich heute mit Calamaris ringen (und Tentakeln) an Reis verwöhnt. Ich könnte mich ja an solch exclusive Speisen gewöhnen. Gut, dass ich ein Allesfresser bin (Kaffe mal ausgenommen). Mein Schwesterlein wäre längst verhungert, hat sie mir heute im Skype-chat versichert.

Mittwoch, 27. Dezember 2006

Ernährung auf Abwegen

Wie wir Menschen uns in letzter Zeit ernähren ist ja zumeist recht ungesund. Ganz anders in Marseille. Hier weiß man noch, was "gute" Ernährung bedeutet. So hat mein Cousin Jean mir heute ganz unverhofft eine ganz besondere Köstlichkeit zubereitet: Nudeln mit Sauce. Zunächst nichts besonderes, bis ich bemerkte, dass die Fleischstückchen in der Sauce merkwürdige Zotten hatten, sog. Darmzotten. Was ich da mit Genuss verspeißt hatte, war eine für die Region sehr beliebte Sauße mit Schweinedarmstücken.

Eben mal was neues. Eigentlich sogar ziemlich lecker - man darf nur nicht darüber nachdenken. Jeder, der schon in einem Schweinestall war, weiß wie das was für gewöhnlich durch dieses Organ geht riecht.
Na ja, dafür wurde ich mit einer schönen Aussicht auf Marseille belohnt. Jean und Magalie haben wirklich eine tolle Wohnung gefunden!